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SUMMARY:Rittergarten-Kino: Der Trafikant
DESCRIPTION:(D 2018\, Regie: Nikolaus Leytner)\nHier der Trailer\nTrafik – so nennt man in Österreich die kleinen Läden\, die Tabakwaren\, Zeitungen und Schreibwaren anbieten. Robert Seethalers Roman von 2012 erzählt die Geschichte des 17-jährigen Franz Huchel (Simon Morzé) aus dem Salzkammergut\, der 1937 von seiner alleinstehenden Mutter nach Wien geschickt wird\, damit er eine Ausbildung zum Trafikanten macht. Zu seinem Mentor wird der kriegsversehrte Trafikbesitzer Otto Trsnjek (hinreißend: Johannes Krisch)\, der Franz dazu anhält\, sich aus Zeitungen jeder Art zu informieren und politisch hellhörig zu werden. Eine andere (Groß)vaterfigur wird Trsnjeks Kunde Professor Sigmund Freud (Bruno Ganz)\, der angesichts des „Anschlusses“ Österreichs im März 1938 seine Reise ins Londoner Exil planen muss. Der aufkommende Nationalsozialismus und die bitter-süße Liebesbeziehung zur unbeständigen\, schönen Böhmin Anezka (Emma Drogunova) lassen Franz schnell erwachsen werden. Freud kann dessen jugendliche Verwirrtheit nicht lindern\, aber er gibt ihm den Ratschlag\, seine Träume aufzuschreiben. – Der Film erhielt das Prädikat „wertvoll“.\nNatürlich ist es schwierig den wortgewaltigen Roman (ein bisschen erinnert mich Seethalers Stil an Jurek Becker) ins Medium Film zu transportieren. So veranschaulichen die Traumsequenzen (die Träume spielen im Roman erst zum Ende hin einen Bedeutung) die Gefühle des jungen Franz.\nComing-of-age-Geschichte mit Bruno Ganz in einer seiner letzten Rollen (FSK 12\, 113 min.) \nDer Eintritt beträgt 7 Euro\, Vereinsmitglieder zahlen 6 Euro.
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SUMMARY:Rittergarten-Kino: Der verlorene Sohn
DESCRIPTION:(USA 2018\, Regie: Joel Edgerton)\nHier der Trailer \nJared Eamons (Lucas Hedges) lebt in der amerikanischen Provinz. Mit 19 Jahren erzählt er seinen Eltern (Nicole Kidman\, Russell Crowe)\, dass er schwul ist. Sein Vater\, ein Baptistenprediger\, drängt ihn dazu\, sich einer sog. Reparativtherapie zu unterziehen\, die Homosexuelle „umpolen“ soll. Streng nach der Bibel ausgerichtet soll Jared von „schlechten Einflüssen“ in der Familie berichten. Die brutalen Methoden\, vor allem die „Dämonenaustreibungen“\, lassen Jared an der Sinnhaftigkeit der Therapie zweifeln. – Basiert auf der 2016 erschienenen Autobiographie „Boy erased“ von Garrad Conlay\, der seine Erfahrungen mit der Dystopie „1984“ verglich.\nChristoph Petersen schrieb auf filmstarts.de: “ Viele andere Missstände werden hingegen nur angedeutet … Und wenn der Einrichtungsleiter Victor Sykes (kaum festzunageln: Joel Edgerton) ohne jede psychologische Ausbildung empfiehlt\, lieber noch ein ganzes Jahr lang an der Therapie teilzunehmen\, statt aufs College zu gehen\, spielen dabei sicherlich auch finanzielle Erwägungen eine Rolle. … Diese vergleichsweise subtile Art hat vor allem einen ganz entscheidenden Vorteil: Es gibt nicht den einen Bösewicht wie etwa einen klischeehaft sadistischen Anstaltsleiter\, auf den man alles abwälzen könnte\, was hier schiefläuft! Vielmehr ist das religiöse System der Verteufelung von Homosexualität schuld daran\, dass Menschen\, die eigentlich sogar das Beste füreinander wollen\, sich plötzlich unglaublich grausame Dinge antun. … Ein für Hollywood absolut untypischer Film ohne Sensationsgehabe\, der seine anklagende Wucht gerade aus seiner Nicht-Übertreibung heraus entwickelt.“\nVerstörender Blick auf das evangelikale Milieu (FSK 12\, 115 min.)\nDer Eintritt beträgt 7 Euro\, Vereinsmitglieder zahlen 6 Euro.
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