Es wird FrĂĽhling!

Die Temperaturen steigen und der Verein bleibt nicht untätig. Aus dem Strauß neuer Veranstaltungen möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben:

Am 18.4. beginnt die neue Rittergarten-Kinosaison mit Fatih Akins „Aus dem Nichts“. Zu den weiteren Terminen siehe unter „Soziokultur/Kino“ und „Veranstaltungen“. Am 20.4. gestaltet der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher unser Format „10 Minuten fĂĽr Europa“. Am 21. 4. spielen die KellerfunKerle in der S4-Lounge (siehe Bild). FĂĽr die diesjährige Sonntagsmatinee (6.5.) haben wir -passend zum Thema 50 Jahre 1968- Stanley Kubricks Klassiker „2011 – Eine Odyssee im Weltraum“ ausgesucht. – Auch dieses Jahr wird der Verein zu Beginn der Sommerferien das Zelt im Umläufle „bespielen“. Mehr demnächst.



Frohe Ostern

Kein automatischer Alternativtext verfĂĽgbar.



Martin Baschung, S4 Club Lounge am 10. März

 



Beginn der neuen Rittergarten- Filmsaison

Ab dem 10.1. gibt es wieder sieben frische Filme



Aktuelles

Am Donnerstag, den 23.11. startet die neue Integrationsreihe

„MY STORY – FLĂśCHTLINGSGESCHICHTEN“ – Einmal monatlich wird eine Geschichte von FlĂĽchtlingen in deutscher Sprache vorgestellt. Ziel soll sein, zwischen BĂĽrgern und Neuankömmlingen einen Dialog herzustellen. Das Interesse von Seiten GeflĂĽchteter ist sehr groĂź, da sich die BrĂĽcke zur Zivilgesellschaft trotz vielfältiger BemĂĽhungen nach wie vor schwierig gestaltet. Das BedĂĽrfnis die gelernte Sprache im Dialog zu schulen ist von Seiten der Neuankömmlinge oft formuliert worden. „My story“ ist ein Langzeitformat, das in Zusammenarbeit vom Integrationsamt, Rittergartenverein und Stiefels Buchladen getragen wird. Ab 18.00 in Stiefels Buchladen.

AuĂźerdem: Der Vorverkauf fĂĽr unser Weihnachtskonzert hat begonnen! Karten gibt es in de Ticket-Box und in Stiefels Buchladen

 

Am 14.12. ab 19.30 Uhr Buchpräsentation „FĂĽr das Leben! Ohne Warum.“ mit Gunter und Barbara Hamburger
So lautet der Titel von Joanna Macy’s aktuellem Buch und es ist das Vermächtnis eines engagierten Lebens „gegen die herrschenden Mächte, gespeist aus rebellischer Politik, nicht stromlinienförmiger Kultur und undogmatischer Spiritualität“, so Konstantin Wecker in seinem Kommentar. Der Untertitel „Ermutigung zu einer spirituell-ökologischen Revolution“ ist direkt bezogen auf ihre Arbeit zur Tiefenökologie.

Am Donnerstag, 14.12.2017 um 19.30 Uhr in Stiefels Buchladen, Donaustr. 44, 78532 Tuttlingen.

 



Es gibt wieder Konzerte!

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Erster Appetitanreger! Nach viel zu langer Pause wird der Verein nun wieder in Sachen Konzerten aktiv.

Am 21. Oktober, 18. November und 23. Dezember wird jeweils eine Band in der S4 Club Lounge spielen. Nähere Infos dieser Tage. Wir starten mit „two a.m.“ und „Fireball“. Beginn jeweils um 20.30 Uhr.



Wahlparty

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10 Minuten fĂĽr Europa, 2.6.2017

„Ich bin geflüchtet, weil der IS ein Massaker angerichtet hat“

Zwei Flüchtlinge sprechen bei der Veranstaltungsreihe „Zehn Minuten für Europa“ über ihre Flucht und die Fluchtgründe

Tuttlingen pm Gut besucht ist die Veranstaltungsreihe „Zehn Minuten für Europa“ am Freitag bei Stiefels Buchladen gewesen, die seit zwei Jahren mit unterschiedlichen Themen bestritten wird. Diesmal waren mit Ibrahim Qadir und Azad Mohammedi zwei Neu-Tuttlinger zu Gast. Sie waren aus Syrien und dem Iran nach Tuttlingen gekommen und hatten bei der VHS Tuttlingen einen Sprachkurs besucht.

Der Iraner Azad Mohammedi betonte, dass das Land über eine große Geschichte verfüge, die aber mit der Arabischen Revolution vor 35 Jahren zunichte gemacht wurde. Eindrucksvoll schilderte er die Gegensätze im Iran als größter Gas- und viertgrößter Erdöl-Exporteur und der Armut der Bevölkerung, wenn sie nicht zu den zehn Prozent gehören, die davon profitieren. „Wir haben eine 7000-jährige Zivilisation, aber wir dürfen nichts darüber in der Schule lernen. Unsere Jugendlichen haben nicht genug Geld, um an die Uni zu gehen. Und wenn sie eine Qualifikation haben, sind sie arbeitslos oder arbeiten auf der Straße. Viele Leute verkaufen ihre Organe für Geld.“

Er berichtete weiter, dass es Arbeitsplätze nur für Verwandte von Politikern gebe. „Die Politik und die Religion sind nicht getrennt – und so bestimmt der Islam, was die Leute tragen dürfen. Es gibt keine freien Medien.“ Auf Nachfrage bezüglich seiner Eltern sagte er: „Sie fragen mich, warum sie nicht etwas gegen die Regierung sagen – willst du tot sein?“ Geflüchtet sei er letztendlich jedoch, weil er im Iran zum Christentum konvertierte. „Es gab dann sehr viele Probleme.“ Etwas schade findet er, dass es schwierig ist, zu Deutschen mehr Kontakt zu bekommen. „Ich gehe in Neuhausen in die Kirche, aber viele Leute grüßen mich nicht, weil sie Angst haben.“

Auch Ibrahim aus Syrien, der vor einem Jahr und acht Monaten mit seiner Familie nach Deutschland kam, zog die Zuhörer in seinen Bann. „Ich bin geflüchtet, weil der IS in der Nähe meines Ortes ein Massaker angerichtet hat.“ Er sei dann ein Jahr in der Türkei gewesen. „Es war für mich sehr schwer hier in Deutschland – die Sprache, die Kultur. Aber ich habe so viele wunderbare Menschen getroffen, die es mir leichter gemacht haben.“ Momentan habe sich die Lage in seinem Ort etwas verbessert. „Wenn es möglich ist, möchte ich zurück nach Syrien“, sagt er. VHS-Leiter Hans-Peter Jahnel fragte, ob denn sein Sohn schon Freunde in der Schule habe. „ Ja, ich habe 18 Freunde, Mädchen und Jungens.“ (Gränzbote, 7.6.2017)



Familienkino

Kung Fu PandaJ



Rittergartengespräch am 30. März 2017

30.3.2017 RiGa Gespräch

Gränzbote 3. April 2017

Tuttlingen sib Lebhaft diskutiert worden ist in einer offenen Gesprächsrunde, zu der der Rittergartenverein in „Stiefels Buchladen“ eingeladen hatte. Die Entwicklungen der türkisch-deutschen Beziehungen im Zusammenhang mit dem Verfassungsreferendum waren das aktuelle Thema des Abends.

Christine Treublut, Vorsitzende des Rittergartenvereins, begrüßte die interessierten Diskussionsteilnehmer. Christof Manz betonte, dass der Rittergartenverein seit mehr als 30 Jahren bei vielen Veranstaltungen die gesellschaftliche Entwicklungen in der Stadt begleite. Dies sei Teil einer aktiven, unabhängigen Zivilgesellschaft. Man freue sich über das gute Verhältnis zu vielen türkischstämmigen Mitbewohnern und mache keinen Unterschied, ob sie Türken, Kurden, Aleviten, Sunniten oder Jesiden seien. Die Souveränität der Türkei und ihrer gewählten Repräsentanten sei unbestritten. Doch bei der Abstimmung zu einem Präsidialsystem sei man hellhörig geworden. Auch in Tuttlingen, wo bisher immer eine moderate Zusammenarbeit möglich war, sei eine Unruhe zwischen den Befürwortern und Ablehnern eines Präsidialsystems zu beobachten, es herrsche eine gewisse Unsicherheit. Sieben Verbände seien zu der offenen Gesprächsrunde eingeladen worden, doch keiner ihrer Vertreter war anwesend, einige hatten sich entschuldigt.

Eine Tuttlingerin – mit deutscher Staatsbürgerschaft und Migrationshintergrund – meinte zu Beginn, die Medien heizten die Gemüter auf, sie sähen nur Erdogan und die AKP und nicht, was das Referendum zum Präsidialsystem beinhalte. „Wir werden nicht mehr als Bürger wahrgenommen und werden gegeneinander ausgespielt, Erdogan hat das ausgenützt“, meinte sie. Erdogan setze auf das „Wir-Gefühl“, will damit Selbstbewusstsein geben. Durch die versäumte Integrationspolitik habe Erdogan viele Stimmen bekommen. Doch dem wurde aus der Runde – fast nur deutsche Diskussionsteilnehmer – widersprochen: Der Dialog sei möglich. Man müsse auch die Sorgen der Deutschen berücksichtigen, eine Unsicherheit bestehe, meinte Manz, der zusammen mit Treublut die Moderation übernommen hatte. Und vor allem das Grundgesetz müsse geachtet werden. Mit der Einführung des Präsidialsystems werde sich die Türkei verändern, meinte ein anderer. Doch dies sei noch nicht durch, meinte die Tuttlingerin mit Migrationshintergrund. „Die Türken, die hier leben, denken doch auch mit.“ Man solle über das System diskutieren und nicht über Erdogan.

Ein anderer Teilnehmer sprach von seiner Angst, dass es in Europa zu einer Entdemokratisierung kommen könne. Es wurde auch lebhaft diskutiert über die Integration. Dazu herrschte die überwiegende Meinung vor, dass diese bei den meisten nicht gelungen sei. Doch ein Lehrer in der Runde meinte dazu: „Ich glaube, dass dies bei meinen Schülern keine Rolle spielt.“ Abschließend sagte Manz: „Wir lassen nicht locker und bleiben unverdrossen am Thema dran. Nach der Abstimmung werden wir erneut einladen.“



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