10 Minuten fĂĽr Europa, 2.6.2017

„Ich bin geflüchtet, weil der IS ein Massaker angerichtet hat“

Zwei Flüchtlinge sprechen bei der Veranstaltungsreihe „Zehn Minuten für Europa“ über ihre Flucht und die Fluchtgründe

Tuttlingen pm Gut besucht ist die Veranstaltungsreihe „Zehn Minuten für Europa“ am Freitag bei Stiefels Buchladen gewesen, die seit zwei Jahren mit unterschiedlichen Themen bestritten wird. Diesmal waren mit Ibrahim Qadir und Azad Mohammedi zwei Neu-Tuttlinger zu Gast. Sie waren aus Syrien und dem Iran nach Tuttlingen gekommen und hatten bei der VHS Tuttlingen einen Sprachkurs besucht.

Der Iraner Azad Mohammedi betonte, dass das Land über eine große Geschichte verfüge, die aber mit der Arabischen Revolution vor 35 Jahren zunichte gemacht wurde. Eindrucksvoll schilderte er die Gegensätze im Iran als größter Gas- und viertgrößter Erdöl-Exporteur und der Armut der Bevölkerung, wenn sie nicht zu den zehn Prozent gehören, die davon profitieren. „Wir haben eine 7000-jährige Zivilisation, aber wir dürfen nichts darüber in der Schule lernen. Unsere Jugendlichen haben nicht genug Geld, um an die Uni zu gehen. Und wenn sie eine Qualifikation haben, sind sie arbeitslos oder arbeiten auf der Straße. Viele Leute verkaufen ihre Organe für Geld.“

Er berichtete weiter, dass es Arbeitsplätze nur für Verwandte von Politikern gebe. „Die Politik und die Religion sind nicht getrennt – und so bestimmt der Islam, was die Leute tragen dürfen. Es gibt keine freien Medien.“ Auf Nachfrage bezüglich seiner Eltern sagte er: „Sie fragen mich, warum sie nicht etwas gegen die Regierung sagen – willst du tot sein?“ Geflüchtet sei er letztendlich jedoch, weil er im Iran zum Christentum konvertierte. „Es gab dann sehr viele Probleme.“ Etwas schade findet er, dass es schwierig ist, zu Deutschen mehr Kontakt zu bekommen. „Ich gehe in Neuhausen in die Kirche, aber viele Leute grüßen mich nicht, weil sie Angst haben.“

Auch Ibrahim aus Syrien, der vor einem Jahr und acht Monaten mit seiner Familie nach Deutschland kam, zog die Zuhörer in seinen Bann. „Ich bin geflüchtet, weil der IS in der Nähe meines Ortes ein Massaker angerichtet hat.“ Er sei dann ein Jahr in der Türkei gewesen. „Es war für mich sehr schwer hier in Deutschland – die Sprache, die Kultur. Aber ich habe so viele wunderbare Menschen getroffen, die es mir leichter gemacht haben.“ Momentan habe sich die Lage in seinem Ort etwas verbessert. „Wenn es möglich ist, möchte ich zurück nach Syrien“, sagt er. VHS-Leiter Hans-Peter Jahnel fragte, ob denn sein Sohn schon Freunde in der Schule habe. „ Ja, ich habe 18 Freunde, Mädchen und Jungens.“ (Gränzbote, 7.6.2017)



Familienkino

Kung Fu PandaJ



Rittergartengespräch am 30. März 2017

30.3.2017 RiGa Gespräch

Gränzbote 3. April 2017

Tuttlingen sib Lebhaft diskutiert worden ist in einer offenen Gesprächsrunde, zu der der Rittergartenverein in „Stiefels Buchladen“ eingeladen hatte. Die Entwicklungen der türkisch-deutschen Beziehungen im Zusammenhang mit dem Verfassungsreferendum waren das aktuelle Thema des Abends.

Christine Treublut, Vorsitzende des Rittergartenvereins, begrüßte die interessierten Diskussionsteilnehmer. Christof Manz betonte, dass der Rittergartenverein seit mehr als 30 Jahren bei vielen Veranstaltungen die gesellschaftliche Entwicklungen in der Stadt begleite. Dies sei Teil einer aktiven, unabhängigen Zivilgesellschaft. Man freue sich über das gute Verhältnis zu vielen türkischstämmigen Mitbewohnern und mache keinen Unterschied, ob sie Türken, Kurden, Aleviten, Sunniten oder Jesiden seien. Die Souveränität der Türkei und ihrer gewählten Repräsentanten sei unbestritten. Doch bei der Abstimmung zu einem Präsidialsystem sei man hellhörig geworden. Auch in Tuttlingen, wo bisher immer eine moderate Zusammenarbeit möglich war, sei eine Unruhe zwischen den Befürwortern und Ablehnern eines Präsidialsystems zu beobachten, es herrsche eine gewisse Unsicherheit. Sieben Verbände seien zu der offenen Gesprächsrunde eingeladen worden, doch keiner ihrer Vertreter war anwesend, einige hatten sich entschuldigt.

Eine Tuttlingerin – mit deutscher Staatsbürgerschaft und Migrationshintergrund – meinte zu Beginn, die Medien heizten die Gemüter auf, sie sähen nur Erdogan und die AKP und nicht, was das Referendum zum Präsidialsystem beinhalte. „Wir werden nicht mehr als Bürger wahrgenommen und werden gegeneinander ausgespielt, Erdogan hat das ausgenützt“, meinte sie. Erdogan setze auf das „Wir-Gefühl“, will damit Selbstbewusstsein geben. Durch die versäumte Integrationspolitik habe Erdogan viele Stimmen bekommen. Doch dem wurde aus der Runde – fast nur deutsche Diskussionsteilnehmer – widersprochen: Der Dialog sei möglich. Man müsse auch die Sorgen der Deutschen berücksichtigen, eine Unsicherheit bestehe, meinte Manz, der zusammen mit Treublut die Moderation übernommen hatte. Und vor allem das Grundgesetz müsse geachtet werden. Mit der Einführung des Präsidialsystems werde sich die Türkei verändern, meinte ein anderer. Doch dies sei noch nicht durch, meinte die Tuttlingerin mit Migrationshintergrund. „Die Türken, die hier leben, denken doch auch mit.“ Man solle über das System diskutieren und nicht über Erdogan.

Ein anderer Teilnehmer sprach von seiner Angst, dass es in Europa zu einer Entdemokratisierung kommen könne. Es wurde auch lebhaft diskutiert über die Integration. Dazu herrschte die überwiegende Meinung vor, dass diese bei den meisten nicht gelungen sei. Doch ein Lehrer in der Runde meinte dazu: „Ich glaube, dass dies bei meinen Schülern keine Rolle spielt.“ Abschließend sagte Manz: „Wir lassen nicht locker und bleiben unverdrossen am Thema dran. Nach der Abstimmung werden wir erneut einladen.“



„Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“

Sonntagsmatinee am 19.2.2017 um 11.00 Uhr im Scala: Stanley Kubricks klassische schwarze Komödie zum Kalten Krieg. Eintritt für  Mitglieder kostenlos.

512Jb03PUIL



Einladung zur Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder,

ich möchte euch zur nächsten Mitgliederversammlung des Rittergarten e.V.
am 17.03.2017 um 19.00 Uhr einladen.
Ort: Kleiner Saal des ev. Gemeindehauses, GartenstraĂźe 1, Tuttlingen

Tagesordnung

TOP 1: BegrĂĽĂźung
TOP 2: Rechenschaftsbericht des Vorstandes
TOP 3: Offene Aussprache der Mitglieder
TOP 4: Kassenbericht und Jahresabschluss 2015
TOP 5: Bericht der RechnungsprĂĽfer
TOP 6: Antrag auf Entlastung des Vorstandes
TOP 7: Kassenbericht 2016
TOP 8: Antrag auf Satzungsänderung bzw. -ergänzung
TOP 9: Neuwahl des Ausschusses
TOP 10. Bestellung der RechnungsprĂĽfer
TOP 11: Sonstiges, Anträge

Ich freue mich auf euer zahlreiches Erscheinen. Es gibt viel zu besprechen.
Christine Treublut, 1. Vorsitzende des Rittergarten e.V.

ct.rittergarten@web.de
Christine Treublut, c/o Rittergarten e.V., Donaustr. 44, 78532 Tuttlingen

Zu TOP 8:
1. Ersetzung des Satzes: „Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung 1977 vom 16. März 1976.“ (Satzung § 2.1. erster Satz)
durch: „Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung.“
2. Ergänzung des Satzes „Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur.“ In § 2.2.

Zu TOP 9: Vorschläge bis zum 16.3.17 schriftlich an den Vorstand siehe Satzung 4.1.2.1.Homepage Rittergarten.de.
Zu TOP 11: Weitere Anträge sind spätestens bis 10.3.2017 an den Vorstand zu richten Siehe Satzung 4.1.2.8.



Weihnachts-Obdachlosen-Wunschbaum

Liebe Tuttlinger Weihnachtsmänner, Weihnachtsfrauen, Weihnachtskinder ihr seid der absolute Bringer!

161222-obdachlosenaktion-1Unser Weihnachts-Obdachlosen-Wunschbaum auf dem Karussell des Weihnachtswundertrubels „Am Place de Draguignan“ wurde von euch Tuttlingern und Reingeschmeckten fantastisch unterstĂĽtzt.

Oder wie wĂĽrde der „Kicker“ schreiben bei FuĂźballspielern die eine phänomenale Leistung erbrachten?!

Ihr seid WELTKLASSE Note 1 mit *Sternchen*

Es wurden alle Wünsche mehrmals gewollt erfüllt, weil mit ein paar Socken oder Thermounterwäsche etc. pp. kommt man nicht weit.
Und in der Rittergartenvereins-Zentrale bei Stiefels Buchladen sieht es aus als wohnt da der Nikolaus + Weihnachtsmann und das Christkind in einer WG zusammen… 🙂

Schön das ihr „Am Fest der Liebe“ und des Schenkens
aber auch des Gedenkens an die BedĂĽrftigen so wunderbar gedacht habt.

Lieber GruĂź euer RV e.V Vize Käpt’n Tom Grimm.

PS: Und auch Klasse von unserem Tuttlinger OB Beck der einen zusätzlichen Weihnachtsbaum den Obdachlosen gestiftet hat.



Supersonic Sunburst / Trip am 13.12.2014 im Rittergarten

TRIP ist eine deutsche Rockband, die sich stilistisch zwischen Alternative Rock, Hard Rock und Indie Rock bewegt. Die Band wurde 2012 von den Cousins Manuel Bergt und Julian WĂĽst, wie auch dem Drummer Niklas Graf gegrĂĽndet. Mit dem Beitritt des Bassisten Markus Straub, war die Band im Oktober 2012 komplett.

Bereits im Jugendalter musizierten die drei Gründer, aus der Bodenseeregion, in derselben Schulband. Welche das Zusammenspiel und die Stilrichtung der Band bereits in Jungen Jahren prägte. Sie kombinieren Klänge des klassischen Rock`n`Roll mit moderner Indie /Alternative Musik. Der außergewöhnliche Gesang, verleiht den selbst geschriebenen Songs, ein eigenes Gesicht. Zu Ihren Einflüssen zählen sie bekannte Band wie z.B.: Kings of Leon, The Kooks, Foo Fighters und viele mehr……

Die Band spielt 2013 einige kleine Auftritte und machte somit das erste Mal auf sich aufmerksam. Schnell knüpften Sie einige Kontakte in der regionalen Musikszene und lernten Philipp Seng (Gründer des Musiklables GUNN Records) kennen. Daraufhin entschlossen sich die vier Jungs Ihre Demo EP „Holy Soldier“ unter der Leitung von Philipp Seng zu produzieren. Die daraus folgende Single „ Lake of Constance“ widmete die Band Ihrer Heimat, welche dort auch sehr großen Anklang fand.

Wenn handgemachte, selbstgeschriebene Rockmusik mit Blues, Jazz und härteren Gangarten kombiniert und mit charismatischem Gesang getoppt wird, handelt es sich um Supersonic Sunburst. Fünf Musiker, die seit vielen Jahren in unterschiedlichen Formationen oder als Supersonic Sunburst Musik machen, präsentieren dir den Soundtrack deines Lebens, egal ob zum Fenster putzen oder Abfeiern. In klassischer Besetzung mit Bass, Schlagzeug, zwei Gitarren und Gesang vereint die Band aus dem Raum Tuttlingen ihre unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zu genau dem, was brauchst – schnörkellos, direkt und dabei ganz schön sympathisch.

13.12.14 JPG