Mit „Platero y yo“ fand im Felsen ein literarisch-musikalischer Abend statt, der ganz auf leise Töne setzte. Die bekannte Erzählung von Juan Ramón Jiménez über den sanften Esel Platero verbindet Naturbeobachtungen mit Themen wie Freundschaft, Heimat und Vergänglichkeit – bis hin zu einem nachdenklichen Schluss.
Julia Katterfeld als Sprecherin und Martin Schäfer an der Gitarre präsentierten diese Texte in einer fein abgestimmten Interpretation. Die musikalischen Zwischenspiele griffen die Stimmungen der einzelnen Episoden sensibel auf und schufen eine dichte, ruhige Atmosphäre.
Das Zusammenspiel von Wort und Musik wirkte durchgehend stimmig und künstlerisch überzeugend. Die kompakte Dauer von etwa einer Stunde erwies sich dabei als ideal, um die poetische Intensität des Werks aufzunehmen, ohne zu überfrachten.
Ein gelungener Abend für alle, die sich auf eine entschleunigte, literarische Erfahrung einlassen wollten.

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